ALA - Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V.
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  Als Reaktion auf die Abrisse kam es 1972 zur Gründung einer Bürgerinitiative, aus der 1974 der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) als eingetragener Verein hervorging, mit dem Ziel, weitere Zerstörungen zu verhindern und Alt-Lüneburg als städtebauliches Gesamtkunstwerk zu erhalten und zu revitalisieren.

Der ALA leistete vor Ort Überzeugungsarbeit und Nachbarschaftshilfe bei Hausbesitzern, sorgte für vorbildliche Restaurierungen bei Vereinsmitgliedern, kümmerte sich um die Bergung alter Baumaterialien und deren Wiederverwendung. Genauso wichtig waren daneben eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, die Stellungnahmen zu Bau- und Verkehrsvorhaben, die Mitarbeit in politischen Gremien.
 
 
 
  Auf Drängen des ALA erließ die Stadt Lüneburg 1978 Satzungen über die Gestaltung und die Außenwerbung in der Altstadt Lüneburg. Diese werden derzeit (2011) neuen Anforderungen angepaßt und zu einer einzigen Satzung zusammengefaßt. Auch die Einstellung eines Stadtbildpflegers und eines Stadtarchäologen geht auf Initiativen des ALA zurück. Der Verein wirkte auch entscheidend dabei mit, dass es nicht zum Bau einer Tiefgarage unter dem Marktplatz kam.

Als Initiative des ALA wurde in den Folgejahren nach 1980 das Deutsche Salzmuseum (Förderkreis Industriedenkmal Saline Lüneburg) auf dem ehemaligen Salinengelände gegründet und das Amt des archäologischen Denkmalpflegers der Stadt Lüneburg geschaffen.

Als ein wirksames Mittel, die Absichten des Vereins einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen, erwiesen seit Beginn der achtziger Jahre die historischen "Veranstaltungen" und Aktionen "Alte Handwerkerstraße" und "Christmarkt bei St. Michaelis" im Michaelis-Viertel.
 
  Mit den Erlösen hieraus konnte der ALA Restaurierung von Baudenkmalen finanzieren, die - im öffentlichen Besitz - nicht mehr benötigt wurden und zu verfallen drohten. So 1983 und 1990 der Kapitelsaal bei St. Michaelis bzw. der Gipsofen (Gypsmühle) am Kalkberg, später ein mittelalterlicher Speicher am Iflock und der Alte Kran am Hafen.

Seit Anfang der achtziger Jahre bis Ende der neunziger Jahre begleitete der ALA die Sanierung des Michaelis-Viertels. Er betrieb umfangreiche Hausforschungen und finanzierte die fotographischen Arbeiten im Rahmen der Denkmaltopographie für die Stadt Lüneburg. Außerdem gewährte er Zuschüsse z.B. ebenso für städtische Straßenlaternen wie für private Haustüren. Die Vereins-Zeitschrift AUFRISSE erscheint zu Zwecken der Information, Aufklärung und Dokumentation seit 1976.
  [Preise und Auszeichnungen]
 
 

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