ALA - Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V.
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Sanierungsgebiet Wasser-Viertel
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  Der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e. V. (ALA) setzt sich natürlich auch für städtebauliche Entwicklungen ein, z. B. für das geplante Sanierungsgebiet Wasser-Viertel um den historischen Hansehafen, das als Baudenkmalsensemble von überregionaler Bedeutung ist.
  Hier fehlen wirtschaftliche Impulse, Investitionsanreize, Parkplätze und insbesondere Frei- und Grünflächen als Aufwertung für anspruchsvolles, innerstädtisches Wohnen.

Diese Flächen - der Reichenbachplatz und der Bastionspark - werden z. Z. von der stark frequentierten Reichenbachstraße verbraucht bzw. abgetrennt.
Alter Kran - Wasserviertel Lüneburg
  Der ALA befasste sich seit 2003 mit diesem Thema und hatte dazu in einer
20-seitigen farbigen Broschüre ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Kernstück war der Vorschlag die Reichenbachstraße als Verkehrsengpass, Lärmquelle und Barriere zu den Frei- und Erholungsflächen aufzuheben und den Cityring auf eine leistungsfähige, Lärm geschützte neue Trasse weiter nördlich zu verlegen. (s. Planausschnitt). In dem so geschaffenen verkehrsberuhigten Bereich wurden vielfältigste Entwicklungschancen aufgezeigt. Die grundsätzliche Machbarkeit des Konzeptes wurde in allen wesentlichen belegt.

Die Konzepte wurden von der Stadt ohne öffentliche Diskussion, ohne angemessene fachgerechte oder gutachterliche Prüfung abgelehnt. Seit Januar 2007 wird die zweispurige Reichenbachbrücke auf vier Spuren erweitert - trotz aller Einwendungen des ALA. Wesentlichste Entwicklungschancen des Wasser-Viertels wurden damit verspielt bzw. beeinträchtigt.

Der ALA wird im Rahmen seiner Möglichkeiten aber auch weiterhin auf die Wiederbelebung des historischen Hansehafens mit seinem hochrangigen baugeschichtlichen Ensemble Einfluss zu nehmen.

So könnte der obere Hafen mit dem Alten Kran (der baulich intakt ist) als Museumshafen typischen historischen Schiffen vorbehalten bleiben. Störfaktor ist hier an der wichtigsten Stelle (Am Stintmarkt) lediglich eine "kunterbunte", private gastronomische Bedienungsterrasse. (s. auch "Aufrisse" Nr. 22/2006).

Der untere Hafen mit dem Alten Kaufhaus, Viskulenhof und Salzspeicher verdient besondere Sorgfalt. Nach Brandstiftung wurden die genannten Gebäude in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Jedoch das typische Flair des historischen Hafens war damit verloren gegangen. Bei der Sanierung gilt es, dieses Flair zurück zu gewinnen. Das Alte Kaufhaus könnte dazu seine typische Architektur zumindest zum Hafen hin zurückerhalten, ideal wäre eine Fassaden-Rekonstruktion. Das Gleiche gilt analog für den Salzspeicher. Eine neuzeitliche Ergänzung nördlich des Alten Kaufhauses wäre vorstellbar. Der mächtige Viskulenhof mit seinen vielfältigen Überformungen könnte nach sorgfältiger Analyse möglichst auf seine ursprüngliche Architektur zurückgeführt werden.

Eine derzeit komplexe Aufgabe für den ALA besteht in der Wiederbelebung des historischen Hafens für den modernen Wassertourismus, einschließlich des Außenhafens. Hier ist leider nun eine attraktive Öffnung zur Altstadt mit Reichenbachplatz durch die Reichenbachstraße verbaut worden.


Übersichts-Plan Sanierungsgebiet Wasser-Viertel Lüneburg

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