ALA - Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V.
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Egersdorffstr. 1 a
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  Das Syndicatshaus am Windberg von 1439, ein noch zu rettendes Schmuckstück.

Das mehrteilige zweigeschossige Baudenkmal ist in seinem Ursprungsbau (Haupthaus und Flügelbau) nach dendrochronologischer Datierung im Jahre 1438 als städtisches Gebäude für den Stadtsyndicus des Rates errichtet worden. Das Haus hat mehrere Überformungen erfahren.
Egersdorffstr. 1 a - Südansicht
Egersdorffstr. 1 a - Südansicht
  Die markanteste Veränderung erfolgte im 18. Jahrhundert, als der südliche Giebel durch einen westlichen Anbau verschwand und das elegante Walmdach entstand und zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als der Nordgiebel des Flügelbaues völlig neu in Mauerwerk errichtet wurde.

Das Grundstück liegt an einem sensiblen Ort des Senkungsgebietes, da sich die Egersdorffstrasse in den vergangenen Jahrzehnten relativ stark gesenkt hat. Das Gebäude selbst hat sich hingegen nur geringfügig bewegt, wie sich aus Messungen des Vermessungsamtes Lüneburg, die seit 22 Jahren durchgeführt werden, ergibt. Dies zeigt sich auch an den Fassaden, die - im Gegensatz zu vielen Häusern der westlichen Altstadt - auch nach Jahrhunderten augenscheinlich nur äußerst geringe Schiefstellungen zeigen.

Das Gebäude, dessen städtebaulicher Wert durch wenig sachgemäße und unterbliebene Instandsetzungsmaßnahmen stark gelitten hat, ist bis vor kurzer Zeit noch vom Schul-, Kultur- und Stadtgartenamt genutzt worden. Eine Stuckdecke aus dem 18. Jahrhundert, eine Decke mit einer Farbfassung des 16./17. Jahrhunderts und Textiltapetenresten mit chinesischen Motiven aus dem 18. Jahrhundert von hoher Qualität unterstreichen die denkmalsschutzwürdige Bedeutung dieses Gebäudes.

Da die Bedeutung des Gebäudes sowohl in stadtgeschichtlicher als auch in städtebaulicher Hinsicht immer wieder unterschätzt wurde, bestand immer wieder die Gefahr des Abbruches für dieses wichtige Baudenkmal. Das ist der Grund für das Engagement des ALA, der dieses Haus mit Hilfe mehrerer Wohnungserwerber retten und restaurieren lassen möchte. Es darf zu recht erwartet werden, dass das Haus nach der Restaurierung durch seine beherrschende Lage und bauliche Eleganz zu einem Glanzpunkt der Altstadt wird.
 
 

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